Schöne Orte am Wasser findet man in Berlin überall. Denn wir haben Glück: Die Stadt ist von Flüssen und Kanälen durchzogen, und wunderbare Seen findet ihr hier auch. Wir zeigen euch, wo es besonders schön ist, vom netten Platz am Kanalufer bis zum Anleger für hübsche Ausflugsdampfer.
Das andere Mitte am Historischen Hafen entdecken

Wer meint, dass es in Mitte immer turbulent zugeht, war noch nicht am Historischen Hafen. Dort liegen die Kähne ruhig im Wasser, vom Lärm der Innenstadt keine Spur. Am besten kombiniert man den Ausflug dorthin mit einer Tour über die Fischerinsel. Auch in anderer Richtung gibt es viel zu sehen: Vom Märkischen Ufer sind es nur wenige Gehminuten zum Stadtmuseum.
Entlang der Greenwichpromenade flanieren und Ausflugsschiffe bestaunen
Sicher kein Geheimtipp, aber immer wieder schön: die Greenwichpromenade in Tegel, wo bei gutem Wetter viele Anwohner:innen flanieren und sich Enten und Schwäne tummeln. Mit etwas Glück sieht man am Hafen auch Ausflugsschiffe ankern. Vielleicht ja die MS Havel Queen in Form eines Mississippidampfers oder Berlins berühmtesten motorisierten Wal: Das beliebte Ausflugsschiff Moby Dick hat hier seinen Heimathafen.
Schöne Orte am Wasser: Spuren und Relikte der DDR entdecken im Plänterwald
Der Plänterwald hat auch Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung noch Ost-Charme. Das liegt zum einen am Sowjetischen Ehrendenkmal sowie den Überresten des Spreeparks, der 2026 als Ort für Kunst, Kultur und Natur wiedereröffnet werden soll, zum anderen an der Plansche, einer Art Wasserspielplatz, wie es ihn in der DDR häufig gab. Der Wald an sich ist schön und verfügt über viele Wanderwege, einer der schönsten führt entlang des Ufers. Von dort startet auch die BVG-Fähre F11 ihre Tour in Richtung Oberschöneweide.
Historische Spaziergänge am Ufer des Nordhafens
Es gibt viel zu entdecken rund um den Nordhafen: die Baufortschritte rund um die Europacity, die Gedenkstätte für den Mauertoten Günter Litfin in einem der letzten erhalten gebliebenen Führungstürme der ehemaligen innerdeutschen Grenze, den Invalidenfriedhof mit Gräbern bekannter preußischer Militärs. Und natürlich den Nordhafen mit Park selbst, der in den vergangenen Jahren aufwendig saniert wurde und an dessen Ufern man sich im Sommer gerne niederlässt. Schiffsverkehr gibt es kaum, der Lärm der umliegenden Straßen wird vom Grün geschluckt. So kann man mitten in der Stadt in Ruhe entspannen. Übrigens: Weitere Häfen in Berlin zeigen wir euch hier.
Schöne Orte am Wasser erleben: Von Oranke- bis Obersee
Bekannter ist der nahegelegene Weiße See, schöner ist der Orankesee. Das dortige Strandbad besticht mit einem feinen Sandstrand, für Kids gibt es eine Rutsche. Die Uferpromenade wurde in den vergangenen Jahren aufwendig saniert. Und: Vom Orankesee ist es nur ein Katzensprung zum Obersee. Dortiges Highlight: die Villa Lemke, die vom bekannten Architekten Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969) errichtet wurde und heute ein Museum beherbergt, das das Schaffen des einstigen Bauhaus-Direktors aufarbeitet. Ihr wollt die Gegend entdecken? Wir empfehlen euch schöne Spaziergänge im Osten Berlins.
Wasserbüffel pflegen die Landschaft rund um das Tegeler Fließ
Rund ums Tegeler Fließ werden die eindrucksvollen Tiere als natürliche Landschaftspfleger eingesetzt. Ein Projekt, das in den vergangenen Jahren für viel Aufsehen gesorgt hat und auch in der Sommersaison 2024 fortgesetzt wird. Es ist bei Weitem nicht das einzige Highlight: Hier findet man viele schöne Orte am Wasser. Der mehr als 30 Kilometer lange Bach, von dem zehn Kilometer innerhalb der Stadtgrenzen verlaufen, hat einige schöne Abschnitte. Zu den schönsten gehört das Stück zwischen Ziegeleisee, an dem sich auch das Strandbad Lübars befindet, und den Eichwerder Moorwiesen. Beim sogenannten Eichwerdersteg handelt es sich um einen 145 Meter langen Bohlenweg, der entlang der Flussaue führt. Für Wissbegierige gibt es einen Naturlehrpfad. Wer wilde Tiere in Berlin beobachten will, hat an diesen Orten oft Glück.
Vom Jagdschloss aus rund um den Grunewaldsee spazieren
Berliner:innen fahren seit Generationen zur Erholung in den Grunewald. Schön ist es auch am Rande des Forstes, am Grunewaldsee. Das dortige Jagdschloss hat schon in vielen Serien und Filmen als Kulisse gedient. In unserem Fall ist es Ausgangspunkt einer kurzweiligen Wanderung. Diese Tour lässt sich übrigens prima mit dem Besuch zweier sehenswerter Kunst-Institutionen verbinden: dem Brücke Museum und dem Kunsthaus Dahlem. Mehr Schlösser in Berlin: Fürstliches Flair an feinen Adressen.
- Jagdschloss Grunewald Hüttenweg 100, Dahlem
Schöne Orte am Wasser entlang der Panke entdecken
In Mitte ist sie oft nur noch ein Rinnsal, verläuft teilweise unterirdisch. Wer ihrem Verlauf in Richtung Norden folgt, kann nicht nur beobachten, wie die Panke immer kräftiger wird, der Fluss führt einen auch durch Ecken, die man mitunter nicht kennt. So zeigt sich der sonst so rotzige Wedding am Ufer von einer harmlosen, fast schon pittoresken Seite. Sehr schön ist es auch, sich in Bürger- oder Schlosspark, die beide in Pankow liegen, ans Ufer zu setzen. Wer den langen Weg nicht scheut, folgt dem Flusslauf weiter in Richtung Buch, bis zur Stadtgrenze.
Am Urbanhafen auf den Landwehrkanal blicken
An Berlins Ufern geht es kaum irgendwo entspannter zu als rund um den Urbanhafen. Bei warmem Wetter sitzen viele Menschen am Landwehrkanal, trinken Bier, oder drehen in ihren aufblasbaren Booten eine entspannte Runde. Besonders schön ist es hier zwischen Baerwald- und Admiralbrücke im Sonnenuntergang. Für einen Spaziergang am Landwehrkanal empfehlen wir euch hier noch mehr gute Adressen.
Entlang der Havel wandern und in die Geschichte abtauchen
Eine der schönsten Berliner Wanderrouten führt von der Glienicker Brücke bis zur Pfaueninsel immer am Wasser entlang. Los geht es auf der Brücke, auf der einst Spione aus Ost und West ausgetauscht wurden. Vorbei am Casino des Glienicker Schlosses folgt man dem Havelverlauf. Am gegenüberliegenden Ufer kann man auf halber Strecke die Heilandskirche von Sacrow bewundern, bei gutem Wetter auf einen Kaffee ins Wirtshaus Moorlake einkehren. Ein anderes lohnenswertes Ausflugslokal ist das Blockhaus Nikolskoe, von dessen hochgelegener Terrasse sich ein toller Blick über den Fluss bietet.
Mit dem Paddelboot durch Neu-Venedig gondeln
Italienisches Flair mitten in Berlin. In Wilhelmshagen wird eine Wochenendsiedlung als „Neu-Venedig“ bezeichnet. Den Namen verdankt die idyllische Siedlung ihren kleinen Kanälen sowie den zahlreichen Brücken. Man kann zu Fuß durch die Siedlung laufen, schöner ist es jedoch, mit dem Boot eine Runde zu drehen und dabei neidisch auf die Grundstücke zu blicken. Übrigens: Das Wichtigste zum Paddeln in Berlin erfahrt ihr hier. Und auf der anderen Seite der Stadt gibt es das direkt noch mal und heißt „Klein-Venedig“. Spandau und Köpenick können sich manchmal zum Verwechseln ähnlich sein.
Schöne Orte am Wasser im Großen Tiergarten entdecken
Der Große Tiergarten ist nun wirklich kein Geheimtipp. Doch abseits der ausgetretenen Pfade gibt es idyllische Plätze zu entdecken, schließlich durchfließen den großen Park zahlreiche kleine Rinnsale, es gibt so manches Wasserbecken ebenso wie versteckte Inseln. Wer mag, kann natürlich auch ganz klassisch am Ufer des Neuen Sees verweilen. Im Sommer findet man hier so viele schöne Orte am Wasser. Da sind die Sorgen des Alltags schnell vergessen.
Wir haben viele Tipps für alles, was man in Berlin im, am und auf dem Wasser tun kann – von Sport bis Essen. Moin Moin, ihr Landratten: Hier fühlt sich Berlin wie Norddeutschland an. Geht ganz unkompliziert: Hier könnt ihr in Berlin ein Floß mieten. Schwimmvergnügen: Berlins beste Badeseen. Gut gechlort ins Badeglück: Freibäder in Berlin zeigen wir euch hier. Wie im Urlaub: Schöne Sandstrände in Berlin und Brandenburg. Karibische Stimmung? Probiert’s mal in diesen Berliner Beach Bars. In diesen Berliner Saunas kommt ihr angenehm ins Schwitzen. Das sind die besten Spas, Thermen und Wellnesstempel der Stadt. Immer neue Ideen findet ihr in unserer Rubrik für Ausflüge.