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Berlinale 2020

Wie steht es um den deutschen Film? Die zehn wichtigsten Produktionen aus Deutschland

Die Berlinale ist immer auch eine Leistungsschau des deutschen Kinos. Diesmal zwar mit nur zwei Filmen im Wettbewerb, dafür aber mit vielversprechenden Werken quer durch alle Sektionen. Hier die zehn spannendsten Filme aus Deutschland.

Undine (Regie: Christian Petzold)

© Christian Schulz/Schramm Film

Nach Ausflügen in die deutsche Geschichte besinnt sich Christian Petzold wieder auf seine größten Stärken: Mythologie und Gegenwart. Paula Beer spielt die Wassernixe Undine, die zum Objekt der Begierde für einen Menschen (Franz Rogowski) wird. Dritter Hauptdarsteller: Berlin und seine zahlreichen Gewässer. (Wettbewerb)


Kokon (Regie: Leonie Krippendorf) 

© Martin Neumeyer/JOST HERING FILME

Coming-of-Age am Kottbusser Tor. Davon erzählt die Berliner Regisseurin Leonie Krippendorf in flirrenden, sommerlichen Bildern, viel Gespür für die Nöte von Teenagern und mit Lena Urzendowsky und Jella Haase in den Hauptrollen. (Generation)


Schlaf (Regie: Michael Venus) 

© Marius von Felbert/Junafilm

Deutsches Genrekino: Kein einfaches Pflaster an das sich Michael Venus in seinem Regiedebüt wagt. Schauplatz ist ein ländliches Kaff namens Stainbach, und wer dabei angesichts einer Geschichte, die sich um Vertreibung, verdrängte Schuld und Traumata dreht, an Erika und andere Nationalisten denkt, der liegt nicht falsch. (Perspektive)


Berlin Alexanderplatz (Regie: Burhan Qurbani)

© Wolfgang Ennenbach/2019 Sommerhaus/eOne Germany

Franz, Alfred Döblins legendärer Held seines berühmten Berlin-Romans, heißt hier Francis und kam als Flüchtling übers Mittelmeer nach Berlin. Mit diesem ebenso einfachen wie brillanten Dreh verlegt Burhan Qurbani die Geschichte in die Gegenwart, wo Fragen nach Moral, Schuld und Vergebung gewiss nicht an Bedeutung verloren haben. (Wettbewerb)


Exil (Regie: Visar Morina)

© Komplizen Film

Wie ein scheinbar perfekt integriertes Leben aus den Fugen geraten kann, davon erzählt Visar Morina in „Exil.“ Mišel Matičević spielt einen Migranten aus dem Kosovo, dessen Paranoia immer realer wird, der jedoch trotz allem vom bürgerlichen Deutschland immer als Fremder betrachtet wird. (Panorama)


Die letzte Stadt (Regie: Heinz Emigholz)

© Heinz Emigholz/Filmgalerie 451

Nicht nur, aber natürlich auch um Architektur geht es im neuen Film von Heinz Emigholz, der zwischen Beer Sheva, Athen, Belgrad, Hong Kong und Sao Paulo spielt. Eine Mischung aus Spiel- und Essayfilm ist zu erwarten, eine Reflexion über Archäologie, Geschichte, Traumata und, ja, Architektur. (Encounters)


Curveball (Regie: Johannes Naber) 

© Sten Mende

In diesem Politthriller beschreibt Johannes Naber wie der BND Anfang der Nuller Jahre in die Lügen um angebliche Massenvernichtungswaffen verwickelt war, die als Vorwand für den Irak-Krieg dienten. (Berlinale Special)


One of These Days (Regie: Bastian Günther)

© Michael Kotschi/Flare Film

Schon „Houston“ drehte Bastian Günther im amerikanischen Süden. Diesmal erzählt er von der Unterschicht in Alabama, die bei einem albernen Wettbewerb um ein Auto teilnehmen. Tagelang stehen die Kandidaten dabei um einen Pick-Up-Truck herum und dürfen nicht die Hand von ihm nehmen. Um den Traum vom sozialen Aufstieg geht es, der so greifbar scheint und doch so fern bleibt. (Panorama)


Wagenknecht (Regie: Sandra Kaudelka) 

© Michael Kotschi

Eine der schillerndsten deutschen Politikerinnen unserer Zeit beobachtete Sandra Kaudelka für ihre Dokumentation: Sarah Wagenknecht. Zwei Jahre begleitete Kaudelka die damals noch Parteivorsitzende der Linken, ein rarer Blick hinter die Kulissen und Fassaden der Macht. (Perspektive)


Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien (Regie: Bettina Böhler) 

© Filmgalerie 451

Vor zehn Jahre starb Christoph Schlingensief, trauriger aber treffender Anlass für einen Kollageartigen Film über den Regisseur, Polemiker, Künstler, den seine Cutterin Bettina Böhler ausschließlich aus Archivmaterial geformt hat. (Panorama)

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