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Kneipen in Berlin: 12 Dinge, die man mal gemacht haben sollte

Kneipen in Berlin haben viel zu bieten. Hier gibt es nicht nur frischgezapftes Bier und kräftigen Schnaps, sondern besondere Menschen, spaßigen Kneipensport, interessante Musikauswahl und einen gemütlichen Platz an der Bar. Trotz all der Möglichkeiten bleibt es häufig beim gleichen Getränk und den gewohnten Trinkkumpan:innen. Hier sind 12 besondere Dinge, die man mal in der Kneipe gemacht haben sollte.


Eine Runde für alle ausgeben

Eine Runde Schnaps kann Kneipengäste problemlos zusammenführen. Foto: Imago/Müller-Stauffenberg

Einfach mal die Spendierhosen anhaben und eine Runde für alle ausgeben. Egal ob Inge hinterm Tresen, Uschi davor, Peter an der Jukebox oder Achim auf dem Klo: Jede:r freut sich über einen Drink for free. In einer guten Kneipe will man sich wie Zuhause fühlen und Zuhause ist bekanntlich, wo die Freund:innen sind. Freundschaft ist nicht käuflich, aber eine Runde ausgeben ist einfach eine nette Geste und hebt sicherlich die Stimmung.


Alleine in die Kneipe gehen

Alleine kann man es sich auch sehr gemütlich in der Kneipe machen oder neue Leute kennenlernen. Foto: Imago/Udo Kröner

Ab und zu alleine in die Kneipe zu gehen, muss keinesfalls traurig, einsam oder bedenklich sein. Ganz im Gegenteil: Wenn man zur Abwechslung mal nicht von den besten Freund:innen, den Kolleg:innen oder der Familie begleitet wird, kommt man viel einfacher ins Gespräch mit Fremden. Hierbei kann man interessante Leute kennenlernen, die zumindest für eine durchzechte Nacht zu treuen Kumpanen werden. Oder man schafft es endlich mal ein paar Worte mit den Kellner:innen zu wechseln, die sich vielleicht beim nächsten mal sogar noch daran erinnern können.

Wenn man mal gar keine Lust auf Kontakte knüpfen oder pflegen hat, ist die Kneipe natürlich auch ein wunderbarer Ort, um einfach mal bei einem Glas Rotwein in Gedanken zu schwelgen.


Die Kneipen-Playlist übernehmen

HSV-Legende Gert Dörfel hat sicher viele Hits auf Lager. Foto: Imago/Claus Bergmann

„Es war Sommer“, „Ein Bett im Kornfeld“, „Sexy“: Motivierende Hits gehören einfach zu einer fröhlichen Kneipenstimmung dazu. Daher ist es eine große Ehre, die Verantwortung über die Musikauswahl zu erhalten und seine Lieblingssongs durch die Räumlichkeiten schallen zu lassen. Natürlich sollten die Lieder zu dem Charakter des Trinklokals passen, trotzdem gibt es zwischendurch auch etwas Spielraum, doch mal etwas anderes als Maffay, Drews und Westernhagen zu hören.


Wirklich gut in einem Kneipensport werden

Kickern macht unglaublich viel Spaß. Besonders mit Zuschauer:innen und guten Gegner:innen. In einigen Kneipen gibt es auch Kicker-, Dart-, Billard- oder Würfelturniere – da können dann auch ganze Weltmeisterschaften ausgetragen werden. Foto: Imago/Panthermedia

Es gibt neben Trinken, Quatschen, Rauchen und Torkeln auch noch andere schöne Kneipenaktivitäten, die etwas mehr Talent und Übung erfordern. Billiard, Dart und Kicker machen zwar auch Amateur:innen Spaß, richtig gut in einem Kneipensport zu werden, lohnt sich allerdings auch. Mit etwas Übung kann man sich mit anderen Gästen oder den Kellner:innen messen, die oftmals eine große Herausforderung darstellen, Getränke erspielen oder neue Leute kennenlernen. Teilweise veranstalten Kneipen sogar Turniere, die auf jeden Fall ein besonderes Erlebnis versprechen. In Berlin gibt es auch wunderbare Tischtennis-Bars mit kühlen Drinks und heißen Partien. Und wenn ihr eine Runde Pool spielen wollt, geht das ganz entspannt in diesen Billard-Kneipen. Einfach nur ein bisschen kickern? Dann ab in die besten Tischfußball-Bars.


Einen eigenen Drink kreieren

„Oh, was ist das denn für ein leckerer Drink? Warum ist der nach dir benannt?“ Auf eine eigene Getränkekreation kann man echt stolz sein. Foto: Imago/Itar-Tass

Ein bisschen Rum, Saft, Tonic, Tequila oder Korn? Es gibt unglaublich viele gute Drinks, aber die Kombinationsmöglichkeiten sind noch lange nicht aufgebraucht. Beim Rumexperimentieren mit verschiedenen Schnäpsen, Limos und Säften kann man durch Zufall auf den perfekten Drink stoßen. Diesen gilt es dann in der Stammkneipe zu verbreiten. Vielleicht finden ja andere auch Gefallen an der neuartigen Kreation. Wenn sich dann auch noch der eigene Name als Bezeichnung durchsetzt, hat man wirklich viel erreicht. In diesen tollen Bars in Neukölln kann man beispielsweise kreative und schmackhafte Drinks probieren.


Einen großer Anlass in einer kleinen Kneipe feiern

Einfach mal in der Kneipe feiern statt auf Volksfest oder im Club. Foto: Imago/Pemax

Keine Lust auf Menschenmassen, die sich an Silvester durch die Stadt pressen, um das Feuerwerk am Brandenburger Tor zu erleben, oder für den Geburtstag einen riesigen Club zu mieten, der im Endeffekt doch enttäuschend wenig Spaß bereitet? Spektakuläre Orte oder große Events sind nicht immer Garanten für unvergessliche Abende. Häufig steckt hinter zu großen Erwartungen doch eher Enttäuschung.

Man kann doch auch einfach mal Silvester, Geburtstag, einen neuen Job oder eine Verlobung in der heimeligen Stammkneipe feiern. Mit den besten Freund:innen und den vertrauten Kellner:innen kann ein großer Anlass manchmal auch im kleinen Rahmen mindestens genau so schön sein.


Fußball schauen in einer überfüllten Fußballkneipe

Wenn „die alte Dame“ oder „die Eisernen“ spielen, ist in Berlin immer was los. Foto: Imago/Olaf Wagner

In Berlin gibt es viele wunderbare Fußballkneipen, in denen die Spiele sogar den größten Sportmuffeln Freude bereiten. Gemeinsam jubeln, feiern und singen ist ein Erlebnis. In der Hauptstadt gibt es Sportkneipen für jeden Verein und die entsprechenden Fans garantieren ausgelassene Stimmungen. Außerdem kann man sich hier fühlen wie in Köln, München, Freiburg oder Hamburg. Besonders zu Welt- und Europameisterschaften ergreift das Fußballfieber die ganze Stadt. Dann platzt auch die letzte Fußballkneipe aus allen Nähten.


Die große oder kleine Liebe finden

In Kneipen kann es schon mal ziemlich knistern. Foto: Westend61

Kneipen sind natürlich tolle Orte, um neue Leute kennenzulernen. Besonders nach ein paar Getränken, bei schöner Musik und entspannter Atmosphäre kann man sich einfach mal ein Herz fassen und ins Gespräch kommen. Vielleicht entwickelt sich das alles dann doch plötzlich in eine bestimmte Richtung und aus einem flüchtigen Gespräch wird eine intensive Begegnung. Vielleicht trifft man die große Liebe in einer verrauchten Kneipe um 4 Uhr morgens. Wahrscheinlicher ist in der Situation wohl eher eine kleine Liebe für den Rest der Nacht. Auch nicht schlecht.


Einen Pillkaller probieren

Der Pillkaller ist eine ostpreußische „Delikatesse“. Eine dicke Scheibe Leberwurst, Mostrich und Doppelkorn: Das klingt nicht gerade appetitlich und sieht noch schlimmer aus. Im Altberliner Kneipenrestaurant „Marjellchen“ in Charlottenburg kann man den traditionellen Drink probieren und wird merken, dass es garnicht so schlimm ist, wie man denkt. Oder es ist noch schlimmer, als man gedacht hat. Immerhin kann man danach stolz darauf sein, dass man sich getraut hat, und die Anerkennung der Wirt:innen genießen.

Natürlich gibt es neben dem Pillkaller auch viele andere Drinks, die Überwindung kosten. Einfach mal fragen und ausprobieren!


Den besten Drink bestellen

Selbst die härteste Theke kann Heimat feiner Tropfen sein. Einfach mal fragen, was die Wirt:innen noch so anzubieten haben. Foto: Imago/U. J. Alexander

In einer urigen Eckkneipe wird meist doch eher zu Schultheiss oder Futschi gegriffen. Trotzdem haben so ziemlich alle Wirt:innen auch den einen oder anderen Schatz hinter dem Tresen versteckt. Sicherlich freuen sich die Kellner:innen auch mal etwas anderes ausschenken zu können als immer nur Bier und Schnaps. Also einfach mal in der Eckkneipe den zwanzigjährigen Whiskey oder Opas Weinbrand probieren. Warum denn auch nicht?


Den Wirt:innen danken oder helfen

Frauke Schmidt-Theilig und Roman Theilig betreiben die Turandot Bar in Kreuzberg. Die Corona-Pandemie hat vielen Kneipen hart zugesetzt. Die Wirt:innen können Dankbarkeit und Hilfe teilweise gut gebrauchen. Foto: Imago/Mauersberger

Eine eigene Kneipe erfolgreich zu betreiben, ohne ständig die Preise zu erhöhen, war auch vor der Pandemie eine schwierige Aufgabe. Die vielen Lockdown-Monate verschlimmerten die Situation sogar noch mehr. Viele Kneipen werden lange brauchen, um sich von dieser harten Zeit zu erholen. Wenn man einen Ort also wirklich gerne mag und dort viele wunderbare Momente erlebt hat, sollte man das die Wirt:innen auch spüren lassen. Einfach mal Dankbarkeit zeigen, die leeren Gläser zur Bar bringen, Hilfe anbieten und ein gutes Trinkgeld geben, tut nicht weh und ist nichts im Vergleich zu dem, was die Leute hinter der Bar täglich leisten.


Bis zum bitteren Ende bleiben

In der Quelle in Alt-Moabit muss man kein Ende finden. Die gemütliche Eckkneipe hat rund um die Uhr geöffnet. Foto: Imago/Lem

Es gibt Nächte, die niemals enden wollen. Warum auch immer setzt keine Müdigkeit ein, auch nach dem zehnten Bier sind alle am Start. Vielleicht könnte ja noch irgendetwas Lebensveränderndes passieren, verpassen will das auf jeden Fall niemand. Und so überspringt man die letzte Absprungsmöglichkeit. Dann halt noch mal eine Runde. Vielleicht nochmal eine Zigarette anstecken, ein neues Gesprächsthema eröffnen oder einfach nur zufrieden schweigen. An einem bestimmten Punkt ist es eh zu spät, dann kann man auch noch sitzen bleiben, bis die geduldigen Kellner:innen irgendwann doch mal Zapfenstreich machen, die Holztür ins Schloss fällt und man zerknüppelt aber glücklich in den Sonnenaufgang stolpert. Wer immer noch nicht genug hat, muss sich in eine der 24-Stunden-Kneipen in Berlin trauen.


Mehr zum Thema

Natürlich gibt es auch einige Dinge, die man in Kneipen nicht machen sollte. Solange man diese Fehler vermeidet, hat man in diesen traditionsreichen Alt-Berliner Kneipen garantiert tolle Abende. Es gibt noch so viele andere urige Kneipen in Berlin. Wir haben beim Blick ins Archiv auch alte Werbeanzeigen für Restaurants und Kneipen entdeckt. Wer immer auf dem Laufenden bleiben möchte, findet hier aktuelles zu Bars und Kneipen in Berlin. Ihr wollt lieber feiern gehen? Mit diesen Tipps kommt ihr ins Berghain – vielleicht. Wer es geschafft hat, sollte auf keinen Fall diese Fehler machen. Wer es nicht geschafft hat, findet gerade in Friedrichshain zig alternative Feierorte: Unser Nachtleben-Guide. Aber bitte benehmen – drängeln, grabschen, labern: Die 12 nervigsten Typen im Club. Neuigkeiten zu Clubs in Berlin lest ihr immer hier. 


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