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Restaurants, Bars und Co.: Die besten Neueröffnungen im Januar

Im Januar waren wir wieder in der Berliner Food-Szene unterwegs – und haben viele Empfehlungen mitgebracht. Mit dabei: das spannendste neue Fischrestaurant der Stadt, ein großartiges Ausflugslokal, eine japanische Kneipe und mehr. Hier sind die besten Neueröffnungen und Neuentdeckungen des Monats.


Wasser Seafood Bar: Coolness bei die Fische 

Eine der besten Neueröffnungen im Januar ist die Wasser Seafood Bar. Foto: Josha Lohrengel

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Diese Neueröffnung ist buchstäblich ins Wasser gefallen: Wasser nämlich heißt die am 24. Januar eröffnete Seafoodbar, die aus dem Stand zum spannendsten und zeitgenössischsten Fischrestaurant der Stadt geworden ist. Warum sich Yannic Stockhausen dafür sogar von seinem Michelin-Stern getrennt hat und weshalb er nur mit jungen, nachhaltig arbeitenden Fischereien und Produzenten zusammenarbeitet, erzählt der Küchenchef im großen Interview im aktuellen tipBerlin. Wir feiern an dieser Stelle schon mal die wilden Austern aus dem Wattenmeer, Muscheln mit steirischem Wurstsalat, den auf der Glut gegrillten Steinbutt – und einen lässigen Gastraum mit einigen sympathischen Fischwesen an den Wänden. In gerade einmal drei Wochen wurde aus dem Cordo, Fine Dining mit Menüzwang, also die Wasser Seafoodbar. Geblieben sind, neben Stockhausen und den wunderbaren Gastgeber:innen Gudrun und Christof Ellinghaus, das komplette Team und die ausgesprochen zeitgenössische Weinkompetenz. Auch das aus dem Lockdown bekannte Backfisch-Brioche steht auf der Karte.

  • Wasser Seafood Bar Große Hamburger Str. 32, Mitte, Di–Sa 18–0 Uhr, online

Ei im Eierhäuschen: Dieses Ausfluglokal könnte allen schmecken

Im Februar beginnt der Betrieb so richtig, wir konnten schon im neuen Restaurant Ei vorbeischauen. Foto: Marina Hoppe

Die Wiederentdeckung des Ausflugslokals aus dem Geist einer zeitgenössischen, regional-saisonalen Wirtshausküche: Darum geht es dem ab dem 1. Februar endlich regulär geöffneten Restaurant Ei im mit Bedacht und Geschmack sanierten Eierhäuschen im Plänterwald. Die Kohlroulade etwa funktioniert als traditionelles Wirtshausgericht– und gleichzeitig als saisonal-regionale Produktküche, wie sie auch in einer Neuköllner Weinbar serviert werden könnte. Oder der Hirschrücken mit dem Rotkohlsalat: klare Aromen, zitierte Küchenklassiker und eine herausragende Produktqualität.

Tagsüber gibt es gegrilltes Sauerteigbrot mit geschmolzenem Deichkäse, Pilzrahm mit Brezenknödel und Sauerteigpasta mit Gänseragù, dazu hausgebackene Tartes und Kuchen sowie den besten Kaffee entlang der Spree.  Gastgeberin Jessica-Joyce Sidon hat einen ausnehmend geschmackvollen Ort geschaffen, der, ohne sich anzubiedern, sehr vielen Menschen schmecken wird. 

  • Restaurant Ei im Eierhäuschen Kiehnwerderallee 2, Treptow, Mi–So 10–17 Uhr, Fr+Sa 18–24 Uhr, ab Mai verlängerte Sommeröffnungszeiten, online

Niko Izakaya: Diese japanische Kneipe ist das Glückversprechen des kulinarischen Berlins

Wirtshausküche 4.0: Schweinebauch mit Kraut und Miso. Foto: Clemens Niedenthal

Ein Izakaya ist eine japanische Kneipe. Oder eben, weil in Japan zum Trinken immer auch gegessen wird, ein Gastro-Pub. Einen solchen gibt es neuerdings am Weddinger Ende der Brunnenstraße. Betritt man den Gastraum, der sich von außen kaum als solcher zu erkennen gibt, begeistert das Nebeneinander von handwerklich gearbeiteten Details und  betonroher Belassenheit. Es ist die Handschrift von Oliver Prestele, der japanische Ramen vor gut 20 Jahren nach Berlin gebracht hatte. Was ihm in der Club- und Galerien-Szene der Nuller­Jahre den Spitznamen „Suppen-Olli“ einbringen sollte. Aus seiner mobilen Ramen-Küche wurden die beiden Cocolo-­Läden in Mitte und Kreuzberg.

Nun also das Niko Izakaya. Einmal mehr ein Ort, in dem das Essen nie den Blick aufs Atmosphärische verstellt und dennoch von herausragendem Geschmack ist. Lange nicht mehr haben wir zu diesem Preis (kalkuliert zu zweit 80 bis 100 Euro) so gut, klug und sympathisch gegessen. Exemplarisch genannt sei der Schweinebauch mit Kohl, Senf und (na klar) Miso etwa, der jeden Schweinebraten auf den zweiten Platz degradiert. Mehr über unseren Besuch im Niko Izakaya lest ihr hier.

  • Niko IzakayaBrunnenstr. 73, Wedding,  Di–Sa 18–23 Uhr, Tel. 030/25 74 121

Bird’s Nest: Arnd Henning Heißen ist die Supernase der Berliner Barkultur

Neueröffnung für die Nächte: die Bar Bird’s Nest in Mitte. Foto: Bird’s Nest

Auch in der Nacht ist etwas neu. Wobei der Ideen- und Gastgeger hinter diesem Vogelnest ein alter Bekannter ist. Arnd Henning Heißen hatte sich im Ritz Carlton am Potsdamer Platz zu einem der entdeckungsdurstigsten Bartender der Stadt gemixt und dort das Fragrance kreiert, eine Cocktailbar mit einem auf Düften basierenden Drinkkonzept. Letzteres hat er mit ins Bird’s Nest genommen, einer großen, nein, sehr großen Bar am Stadtschlossausgang des Nikolaiviertels. Eine Eventgastronomie, aber im guten Sinne, mit Live-Musik, einer Zigarrenlounge und einer zu den jeweiligen Drinks korrespondierenden Küche. Heißen geht es darum, „mehr als nur einen Geschmacksinn anzuregen“, etwa mit dem Drink „Where you used to live in“. Wie wohl eine Berliner Altbauwohnung schmeckt?

  • Bird‘s Nest Rathausstr. 23, Mitte, Di–So ab 18 Uhr, bei Instagram

Justa Bakery: Sandwichs und Saatenbrote auf der Sonnenallee

Justa Bakery startet ambitioniert an der Sonnenallee. Foto: Marianne Rennella

An der Sonnenallee, Ecke Innstraße wird neuerdings gebacken, gegessen und getrunken – Justa Bakery ist eben nicht nur just a bakery. Sondern auch ein Café mit bodentiefen Fenstern, durch die man das Treiben auf der Straße oder in der Backstube beobachten kann. Hinter einer Glaswand werden Croissants bepinselt und Teige gemischt, am Fenster sitzt es sich gut mit einem frisch gebrühten Kaffee und einem der toll belegten Sandwiches. Ambitionierter Start einer neuen Handwerksbäckerei in einer Nachbarschaft, die sich langsam zu Epizentrum des Neuberliner Backhandwerks entwickelt.

  • Justa Bakery Sonnenallee 124, Mi–So 8–17 Uhr, bei Instagram

All in: Dieser Burgerladen ist ein lackroter Tiktok-Traum

Eine unserer liebsten Neueröffnungen im Januar ist der schnörkellose Burgerladen All in. Foto: All in

Eigentlich ist es ein Widerspruch in sich, ein so auf das Wesentliche reduziertes Burgerlokal wie diesen Social-Media-Hype der Stunde „All In“, also „alles drin“, zu nennen. Denn während sich andere Berliner Burgerbratereien damit brüsten, möglichst viele verschiedene Toppings anzubieten, wird in diesem lackroten TikTok-Traum auf der Schönhauser Allee das nicht ganz flachgedrückte, saftige Patty ohne Schnörkel in aus den USA importierte Kartoffelbrötchen gepackt, und mit gegrillten Zwiebeln, kleingehackten sauren Gürkchen und einer „geheimen“ Sauce serviert. All in erinnert dabei durchaus an die kalifornische Burgerkette „In-n-Out“, vielleicht auch nicht ganz zufällig. Im Gegensatz zu denen aber gibt es hier einen sehr gelungenen vegetarischen Burger mit Blumenkohl statt Erbsenprotein – im Einerlei des Burgerhypes ist das die eigentlich erwähnenswerte Innovation.

  • All in Schönhauser Allee 173, Prenzlauer Berg, Mo–Fr: 12–23 Uhr, Samstag: bis 24 Uhr, online

Mehr zum Thema

Eine Art Neuerfindung: Wir haben italienische Wohlfühlküche im Château Royal probiert. Häppchen zum Drink? Über das fabelhafte Barfood in der Fabelei schreiben wir hier. Noch mehr Empfehlungen gibt es in der Rubrik Restaurants. Der Food-Guide für die Hauptstadt: Bestellt hier die tipBerlin Speisekarte.

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