Berlinale 2020

Berlinale-Tipps für den 28. Februar

Berlinale-Tipps für Kurzentschlossene: Unsere Autoren empfehlen an dieser Stelle täglich spannende Filme aus allen Sektionen der Filmfestspiele.

O.K. (Forum 50) 

Friedrich von Thun, Eva Mattes und Hartmut Becker in O.K. von Michael Verhoeven

In seinem Jubiläumsprogramm verweist das Forum auch auf seine inoffizielle Geburtsstunde: 1970 sprengte Michael Verhoevens Vietnamkriegs-Parabel „O.K.“ die Berlinale und zeigte damit, dass die alte Festivalstruktur morsch geworden und der Weg für eine neue, wagemutigere Sektion geebnet war. Sieht man ihn heute wieder, fällt die Nüchternheit des so aufgeregt rezipierten Films auf. Doch gerade daraus zieht er sein verstörendes Potential: aus dem kargen Setting im Bayerischen Wald, den Dialogen im Stil des modernen Volksstücks und einem gespenstischen Zirkusmusik-Loop, das als Strukturelement dient. Carolin Weidner

28.2., 17 Uhr, AdK 


Berlinale Shorts, Programm III mit „Stump the Guesser” u.a. (Shorts)

Stump the Guesser © Julijette Inc.

Guy Maddin und die Johnsons (Evan und Galen) haben es erneut getan und mit den  stilistischen Mitteln des expressionistischen Stummfilms eine metafilmische Verrücktheit entworfen, die es in sich hat. Zwischen russischer Legeanimation, philippinischer Gesellschaftskritik und flankiert von zwei träumerischen Trauerarbeiten aus Frankreich und den USA, findet das Werk „Stump the Guesser“ der verspielten Kanadier seinen Platz. Programm III der Berlinale Shorts bietet hochverdichtete Mini-Dramen, und auch die übrigen Kompilationen seien hiermit wärmstens empfohlen. Alexandra Seitz

28.2., 17 Uhr, Colosseum 1


The Wedding Night (Retrospektive)

Image courtesy of Park Circus/Samuel Goldwyn Jr. Family Trust

Kann man Gary Cooper den Schriftsteller abnehmen? Schon eher den Mann, der aus der Großstadt flüchtet, um in der Ruhe des Landlebens zu sich zu finden. Während seine Ehefrau die Freuden New Yorks nicht missen mag, lernt Cooper eine Frau (Anna Sten ) kennen, die mit dem Land so sehr verwurzelt ist, wie er es selber gerne wäre. Das könnte eine Screwball Comedy sein. Lange Zeit bewahrt King Vidors „The Wedding Night“ einen leichten Tonfall, so dass man glatt vergisst, dass der Protagonist verheiratet ist und die junge Frau vom Land demnächst nach dem Willen ihres Vaters einen Nachbarn heiraten soll. Kann das gut ausgehen? Frank Arnold

28.2., 22 Uhr, Zeughauskino


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Wettbewerb: Rezension von Giorgio Dirittis „Hidden Away“ („Volevo Nascondermi“)

Wettbewerb: Rezension von Kelly Reicharts „First Cow“

Wettbewerb: Rezension von Philippe Garrels „Le sel des larmes“

Wettbewerb: Rezension von Christian Petzolds „Undine“

Wettbewerb: Rezension von Caetano Gotardos und Marco Dutras „Todos os Mortos“

Wettbewerb: Rezension von Benoît Delépine und Gustave Kerverns „Effacer l‘historique“ („Delete History“)

Wettbewerb: Rezension von Abel Ferraras „Siberia“

Wettbewerb: Rezension von Stéphanie Chuats und Véronique Reymonds „Schwesterlein“

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